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W O R K

Wie die Jobsuche in Japan funktioniert

Shinsotsu-Sammelrekrutierung, Rirekisho, Interview-Etikette, Visumsänderungen — was Ausländer über Japans Beschäftigungssystem wissen müssen.

Wie die Jobsuche in Japan funktioniert

Das große Bild

Tokios Geschäftsviertel mit Wolkenkratzern

Die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer in Japan überschritt im Oktober 2024 die Marke von 2,3 Millionen (Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales) — ein Anstieg von 12,4 % gegenüber dem Vorjahr und ein neuer Rekord. Nach Nationalität führen vietnamesische (570.000), chinesische (408.000) und philippinische (245.000) Arbeitnehmer die Statistik an. Nach Visumkategorie ist “Fachliche/Technische Bereiche” mit 718.000 die größte Gruppe.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass es für ausländische Jobsuchende besser wird. Aber Japans Einstellungssystem hat Besonderheiten, die Neuankömmlinge überraschen.

”Shinsotsu Ikkatsu Saiyou” — Sammeleinstellung von Berufseinsteigern

Die meisten japanischen Unternehmen stellen Berufseinsteiger einmal im Jahr ein, wobei alle im April anfangen. Der von der Regierung vorgegebene Zeitplan funktioniert so: Rekrutierungsinformationen werden im März des dritten Studienjahres veröffentlicht, die formelle Auswahl beginnt im Juni, und offizielle Angebote werden im Oktober gemacht.

In den meisten Ländern stellen Unternehmen ein, wenn eine Position frei wird. In Japan rekrutieren Unternehmen Absolventen in Massen und entscheiden die Abteilungszuweisung nach dem Eintritt. Es ist üblich, sich zu bewerben, ohne die genaue Rolle zu kennen.

Allerdings entwickelt sich das System weiter. Der Wirtschaftsverband Keidanren empfiehlt nun ganzjährige Einstellungen neben der Sammelrekrutierung, und IT-Unternehmen und Startups nutzen zunehmend jobbezogene Einstellungen (ジョブ型雇用 / jobu-gata koyou), bei denen du dich für eine bestimmte Rolle bewirbst.

Einstellung von Berufserfahrenen

Wenn du bereits Berufserfahrung hast, bewirbst du dich über Stellenanzeigen für Berufserfahrene (中途採用 / chuuto saiyou). Es gibt keinen festen Zeitplan — Positionen sind ganzjährig über Jobbörsen und Personalvermittlungen verfügbar. Der Standardprozess: Dokumentenprüfung → Interviews → Angebot.

Für Ausländer sind japanische Sprachkenntnisse und ein gültiger Arbeitsvisa-Status die ersten Prüfungskriterien.


Zeitplan für Berufseinsteiger

Tokioter Pendlerszene mit Menschen auf dem Weg zum Bahnhof

Wenn du internationaler Student an einer japanischen Universität oder Hochschule bist, beginnt die Jobsuche (就活 / shuukatsu) im Sommer deines dritten Studienjahres.

Drittes Studienjahr, Sommer–Herbst: Praktika

In dieser Zeit nimmst du an Firmenpraktika teil. Ab dem Jahrgang 2026 können Unternehmen Informationen aus qualifizierenden Praktika für die Rekrutierung nutzen. Die Teilnahme an einem Praktikum kann zu frühen Einladungen zur Auswahlrunde dieses Unternehmens führen.

Drittes Studienjahr, März: Infoveranstaltungen & Bewerbungen

Die Rekrutierungsinformationen der Unternehmen werden zeitgleich veröffentlicht. Du registrierst dich auf Jobsuch-Seiten wie Rikunabi und Mynavi, um “Entries” (Interessenbekundungen) einzureichen und an Firmeninformationsveranstaltungen (説明会 / setsumeikai) teilzunehmen. Viele Unternehmen verlangen in diesem Zeitraum ein Entry Sheet (ES).

Viertes Studienjahr, ab Juni: Auswahl beginnt

Interviews und Eignungstests (SPI) beginnen ernsthaft. Große Unternehmen folgen diesem Zeitplan, aber Startups und ausländische Unternehmen beginnen oft vor Juni mit der Auswahl.

Viertes Studienjahr, Oktober: Offizielle Angebotszeremonie

Offizielle Angebote (内定 / naitei) werden gemacht. In der Praxis erhalten die meisten Studenten informelle Angebote (内々定 / nai-naitei) kurz nach Beginn der Juni-Auswahl. Oktober ist weitgehend eine zeremonielle Formalität.

Leitfäden zur Jobsuche für internationale Studenten sind bei JASSO (Japan Student Services Organization) erhältlich.


Bewerbungsunterlagen — Nicht dein typischer Lebenslauf

Japan verwendet eigene Dokumentformate für Bewerbungen. Sie unterscheiden sich von einem westlichen Lebenslauf oder CV, und was du brauchst, hängt davon ab, ob du Berufseinsteiger oder Berufserfahrener bist.

Rirekisho (履歴書) — Der Standard-Lebenslauf

Ein Dokument im festen Format mit persönlichen Daten, Ausbildung und Berufserfahrung. Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales stellt eine empfohlene Vorlage bereit, und die meisten Unternehmen erwarten dieses Format.

Wichtige Unterschiede zu einem westlichen Lebenslauf:

  • Foto erforderlich. Du fügst ein Passfoto (3 cm x 4 cm) bei — Anzug, weißer oder blauer Hintergrund. Fotoautomaten an Bahnhöfen (証明写真機 / shoumei shashin-ki) können diese für ca. 800 ¥ erstellen.
  • Manche Unternehmen wünschen handgeschriebene Versionen. Am Computer erstellte Rirekisho werden Standard, aber traditionelle Unternehmen schätzen handgeschriebene.
  • Enthält einen Motivationsabschnitt. Du schreibst 「志望動機」 (shibou douki / “Bewerbungsgrund”), individuell für jedes Unternehmen.

Shokumu-Keirekisho (職務経歴書) — Berufshistorie

Eine detaillierte Beschreibung deiner bisherigen Aufgaben, Erfolge und Fähigkeiten. Erforderlich neben dem Rirekisho für Bewerbungen als Berufserfahrener. Das Format ist relativ flexibel, aber halte es auf 1–2 A4-Seiten.

Entry Sheet (エントリーシート / ES)

Wird bei der Berufseinsteiger-Rekrutierung verwendet. Jedes Unternehmen hat sein eigenes Format mit Aufsatzfragen wie:

  • “ガクチカ” (gakuchika): “Worauf hast du dich während des Studiums konzentriert?” — Der Prozess der Überwindung von Herausforderungen ist wichtiger als das Ergebnis selbst.
  • “自己PR” (jiko PR): “Erzähle uns von deinen Stärken.”
  • “志望動機” (shibou douki): “Warum willst du hier arbeiten?”

Antworten sind typischerweise 400–800 Zeichen auf Japanisch.

Dokumente nach Einstellungsart

DokumentBerufseinsteigerBerufserfahrene
Rirekisho (履歴書)
Entry Sheet (ES)
Shokumu-keirekisho (職務経歴書)
SPI / Eignungstest◯ (fast immer)△ (unternehmensabhängig)
Portfolio / Arbeitsproben△ (rollenabhängig)△ (rollenabhängig)

Für Berufseinsteiger sind das Entry Sheet und der SPI der Kern des Auswahlprozesses. Für Berufserfahrene ist der Shokumu-Keirekisho — wie du deine Berufserfahrung präsentierst — das Entscheidende. Das Rirekisho ist für beide erforderlich, aber bei Positionen für Berufserfahrene hat die Berufshistorie mehr Gewicht.


Der SPI-Eignungstest

Person arbeitet am Schreibtisch mit einem Laptop

Die meisten japanischen Unternehmen verlangen von Kandidaten, den SPI (Synthetic Personality Inventory) vor der Interviewphase zu absolvieren. Entwickelt von Recruit Management Solutions, nutzen ihn jährlich über 10.000 Unternehmen.

Der SPI hat zwei Teile:

Fähigkeitstest:

  • Verbaler Teil (Wortschatz, Grammatik, Leseverständnis) — auf Japanisch
  • Nicht-verbaler Teil (Mathematik, logisches Denken) — Niveau Mittel-/Oberschule

Persönlichkeitstest:

  • Etwa 300 Multiple-Choice-Fragen
  • Misst Berufseignung und Stressresistenz

Der verbale Teil ist die größte Hürde für Ausländer. JLPT N1-Lesefähigkeit ist die Mindestvoraussetzung, und das Üben mit SPI-Vorbereitungsbüchern (in jeder Buchhandlung erhältlich) ist der Standardansatz.

Neben dem SPI verwenden manche Unternehmen andere Tests wie Tamatebako (玉手箱) oder GAB. Zu recherchieren, welchen Test dein Zielunternehmen verwendet, spart Vorbereitungszeit.


Interview-Etikette — Wo Umgangsformen zählen

Japanische Interviews legen großen Wert auf Etikette. Die Regeln zu kennen, garantiert dir nicht den Job, aber sie nicht zu kennen, kann dich den Job kosten.

Dresscode

Dunkler Anzug (schwarz, marineblau oder anthrazit). Sowohl Männer als auch Frauen tragen konservative Anzüge zu Interviews. Krawatten sollten einfarbig oder dezent gemustert sein. Selbst wenn in der Stellenanzeige “freie Kleidung” (服装自由 / fukusou jiyuu) steht, gehe lieber auf Nummer sicher und kleide dich formal.

Schuhe: schwarzes Leder. Tasche: eine Business-Tasche, die A4-Dokumente fasst. Das ist die Uniform.

Pünktlichkeit

Komme 10 Minuten früh. In Japan kann “pünktlich” ankommen sich wie “gerade noch rechtzeitig” anfühlen. Plane, die Anmeldung am Empfang abzuschließen und 5 Minuten vor deinem Termin vor dem Interviewraum zu warten.

Wenn du zu spät kommst, rufe vorher an — nicht nur per E-Mail. Sage: 「遅れてしまい申し訳ございません。○時に到着予定です」 (Okurete shimai moushiwake gozaimasen. ○-ji ni touchaku yotei desu. / “Es tut mir leid, dass ich mich verspäte. Ich plane, um ○ Uhr anzukommen.”)

Betreten und Verlassen des Raums

Betreten:

  1. Dreimal klopfen
  2. Warten auf 「どうぞ」 (Douzo / “Bitte herein”)
  3. Tür öffnen, sagen 「失礼いたします」 (Shitsurei itashimasu / “Entschuldigen Sie”)
  4. Tür schließen, dem Interviewer zuwenden, verbeugen und sagen 「○○と申します。本日はよろしくお願いいたします」 (○○ to moushimasu. Honjitsu wa yoroshiku onegai itashimasu. / “Mein Name ist ○○. Vielen Dank für Ihre Zeit heute.”)
  5. Warten auf 「おかけください」 (Okake kudasai / “Bitte setzen Sie sich”), bevor du dich setzt

Verlassen:

  1. Aufstehen, verbeugen, sagen 「本日はお時間をいただき、ありがとうございました」 (Honjitsu wa ojikan wo itadaki, arigatou gozaimashita. / “Vielen Dank für Ihre Zeit heute.”)
  2. An der Tür erneut verbeugen, sagen 「失礼いたします」 (Shitsurei itashimasu) und hinausgehen

Es klingt nach viel, aber eine Übungssitzung lässt es natürlich werden. Career Center an Universitäten und Hello Work bieten Probe-Interviews an — nutze sie.

Häufige Interviewfragen

  • 「自己紹介をしてください」 (Jiko shoukai wo shite kudasai / “Bitte stellen Sie sich vor”) — Halte es auf etwa 1 Minute: Name, Hintergrund, Stärken.
  • 「志望動機を教えてください」 (Shibou douki wo oshiete kudasai / “Warum wollen Sie hier arbeiten?”) — Spezifische Gründe, die mit dem Unternehmen verbunden sind.
  • 「学生時代に力を入れたことは?」 (Gakusei jidai ni chikara wo ireta koto wa? / “Worauf haben Sie sich als Student konzentriert?”) — Der Prozess der Überwindung von Herausforderungen ist das, was sie hören wollen.
  • 「日本で働きたい理由は?」 (Nihon de hatarakitai riyuu wa? / “Warum wollen Sie in Japan arbeiten?”) — Für ausländische Bewerber fast garantiert.
  • 「将来のキャリアプランは?」 (Shourai no kyaria puran wa? / “Was ist Ihr Karriereplan?”) — Sie wollen langfristiges Denken hören.

Visumsstatusänderung

Tokio Skyline in der Dämmerung

Internationale Studenten, die einen Job in Japan bekommen, müssen ihren Visumstatus von “Student” (留学) auf eine arbeitsberechtigende Kategorie ändern. Das häufigste Ziel ist “Ingenieur/Spezialist für Geisteswissenschaften/Internationale Dienstleistungen” (技術・人文知識・国際業務 / gijutsu, jinbun chishiki, kokusai gyoumu).

Was dieses Visum abdeckt

Dieser Status ist für Arbeit, die im Hochschulstudium erworbenes Wissen nutzt:

  • Technologie: Ingenieure, Programmierer, Systemdesigner, Forschung & Entwicklung
  • Geisteswissenschaften: Planung, Vertrieb, Marketing, Buchhaltung, Recht
  • Internationale Dienstleistungen: Übersetzung/Dolmetschen, Sprachunterricht, internationaler Handel, Design

Eine wichtige Voraussetzung: Dein Studienfach muss verwandt mit deinen Arbeitsaufgaben sein. Eine persönliche Erfahrung mit dem IT-Einstellungsprozess schildert der Artikel Wie ich als Berufseinsteiger meinen IT-Job in Japan bekam. Ein Literaturstudent, der sich für eine Ingenieursrolle bewirbt, riskiert beispielsweise eine Ablehnung, wenn der Zusammenhang nicht klar ist.

Antragszeitplan

Die Einwanderungsbehörde empfiehlt, Anträge für April-Startdaten zwischen dem 1. Dezember und Ende Januar einzureichen. Zwischen Januar und März häufen sich die Anträge jedes Jahr, was die Bearbeitungszeiten verlängert.

Neue Standards ab Dezember 2025

Die Dokumentanforderungen wurden für Antragsteller vereinfacht, die eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Abschluss (oder erwarteter Abschluss) an einer japanischen Universität, Hochschule oder Junior College
  • Abschluss an einer ausländischen Universität, die in mindestens 2 von 3 großen Weltuniversitätsrankings (QS, THE, ARWU) in den Top 300 steht
  • Eintritt in ein Unternehmen, das bereits Studenten durch den Visumsänderungsprozess eingestellt hat

Hinweis: Leiharbeit (派遣 / haken) ist von diesem vereinfachten Verfahren ausgeschlossen.

Erforderliche Dokumente (Standardfall)

  • Antrag auf Änderung des Aufenthaltsstatus
  • Foto (4 cm x 3 cm)
  • Reisepass und Aufenthaltskarte
  • Abschlusszeugnis oder voraussichtliches Abschlusszeugnis
  • Arbeitsvertrag oder Angebotsschreiben
  • Handelsregisterauszug des Unternehmens (登記事項証明書)
  • Jahresabschluss des Unternehmens (letztes Geschäftsjahr)

Reiche deinen Antrag bei der nächsten regionalen Einwanderungsbehörde ein. Die Bearbeitung dauert in der Regel 1–3 Monate.


Japanische Arbeitskultur — Was nach dem Eintritt erwartet wird

Den Job zu bekommen ist eine Sache. Sich am Arbeitsplatz zurechtzufinden eine andere.

Seniorität und Leistung — Ein Hybridsystem

Japanische Unternehmen nutzten traditionell 年功序列 (nenkou joretsu / senioritätsbasierte) Systeme, bei denen Gehalt und Beförderungen mit Alter und Betriebszugehörigkeit korrelieren. Leistungsbasierte Vergütung nimmt zu, aber die meisten Unternehmen fahren ein Hybridsystem — reine Leistungsorientierung bleibt die Ausnahme.

Einarbeitungsphase für neue Mitarbeiter

Im April eingestellte Mitarbeiter durchlaufen typischerweise eine Schulung von Tagen bis Monaten. Themen reichen von Visitenkartenaustausch-Etikette (名刺交換 / meishi koukan) über Telefonmanieren, Keigo (formelles Japanisch) bis hin zu Branchenwissen. Anders als in vielen Ländern, wo du direkt in die Rolle einsteigst, investieren japanische Unternehmen in die Einarbeitung. Parallel dazu steht die Wohnungssuche in Tokio an, falls du neu in die Stadt ziehst.

”Hou-Ren-Sou” (報連相)

Das wichtigste Kommunikationsprinzip am japanischen Arbeitsplatz: 報告 (houkoku / berichten), 連絡 (renraku / informieren), 相談 (soudan / beraten). Bevor du nach eigenem Ermessen handelst, berichte deinem Vorgesetzten, informiere die relevanten Kollegen und berate dich im Zweifelsfall. Ob du dich an Hou-Ren-Sou anpasst, beeinflusst maßgeblich deine Beurteilung.

Überstunden und bezahlter Urlaub

Japans Arbeitsnormengesetz legt die gesetzliche Arbeitszeit auf 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche fest. Überstunden sind grundsätzlich auf 45 Stunden pro Monat und 360 Stunden pro Jahr begrenzt. Bezahlter Urlaub beginnt mit 10 Tagen nach 6 Monaten Beschäftigung.

Das Klischee extremer Überarbeitung existiert aus gutem Grund, aber die Realität variiert stark nach Branche und Unternehmen. IT-Unternehmen und Startups bieten zunehmend flexible Regelungen.


Wenn es nicht nach Plan läuft

Visumsänderungsantrag abgelehnt: Du kannst die Einwanderungsbehörde nach dem Grund fragen und erneut beantragen. Das häufigste Problem ist ein schwacher Zusammenhang zwischen deinem Studienfach und den Arbeitsaufgaben. Arbeite mit deinem Arbeitgeber zusammen, um den Arbeitsvertrag mit spezifischeren Stellenbeschreibungen umzuschreiben — das löst das Problem oft.

SPI-Punktzahl zu niedrig: Manche Unternehmen nutzen den SPI als harte Grenze, andere gewichten ihn neben den Interviews. Gib ein Unternehmen nicht auf, nur weil du das Gefühl hast, der SPI lief nicht gut. Die Standardvorbereitung: SPI-Vorbereitungsbücher wiederholt durcharbeiten und die japanische Lesegeschwindigkeit steigern.

Keine Angebote: Shinsotsu Ouen Hello Work bietet kostenlose Berufsberatung für internationale Studenten, einschließlich Vermittlung an Unternehmen, die aktiv Ausländer einstellen, und Prüfung von Bewerbungsunterlagen.


Alternative Wege

Wenn dein Japanisch nicht stark genug für den Standardprozess ist oder das japanische Jobsuch-Format nicht zu deinem Hintergrund passt:

Suche nach englischsprachigen Positionen: Ausländische Unternehmen und global agierende japanische Firmen bieten Stellen an, bei denen Englisch die Hauptarbeitssprache ist. Suche auf LinkedIn, GaijinPot Jobs oder Indeed Japan mit “English” als Schlüsselwort.

Visum für spezifische Fachkräfte: Das Programm für spezifische Fachkräfte nimmt ausländische Arbeitnehmer in 16 Branchen mit Arbeitskräftemangel auf — darunter Pflege, Bau, Gastronomie und Gastgewerbe. Voraussetzungen: JLPT N4 oder höher plus ein branchenspezifischer Fähigkeitstest.

Nutze eine Personalvermittlung: Personalvermittlungen, die auf ausländische Talente spezialisiert sind, können dich mit Positionen matchen, die zu deiner Erfahrung und deinen Fähigkeiten passen, und Unterstützung beim Lebenslauf und der Interviewvorbereitung bieten.


Häufig gestellte Fragen

Können Ausländer in Japan einen Job bekommen, ohne Japanisch zu sprechen?

Ja, aber die Möglichkeiten sind begrenzt. Unternehmen mit ausländischem Kapital, IT-Firmen und Positionen im Englischunterricht verwenden oft Englisch als Arbeitssprache. Bei den meisten japanischen Unternehmen wird Japanisch auf Geschäftsniveau (JLPT N2 oder höher) erwartet. Die IT- und Ingenieurbranche ist bei den Sprachanforderungen tendenziell flexibler.

Was ist Shinsotsu-Sammelrekrutierung in Japan?

Shinsotsu (新卒) Sammelrekrutierung ist Japans System, bei dem Unternehmen Hochschulabsolventen als Gruppe einstellen und alle am 1. April anfangen. Der Prozess beginnt im Sommer des dritten Studienjahres mit Praktika, gefolgt von formellen Bewerbungen im März des letzten Studienjahres. Dieses System ist einzigartig für Japan und betrifft die meisten Berufseinsteiger.

Welches Visum brauche ich, um in Japan zu arbeiten?

Das häufigste Arbeitsvisum für Bürojobs ist Ingenieur/Spezialist für Geisteswissenschaften/Internationale Dienstleistungen (技術・人文知識・国際業務). Studenten, die ihren Status ändern, sollten 3–4 Monate vor dem geplanten Startdatum einen Antrag stellen. Der Antrag erfordert eine Berechtigungsbescheinigung vom Arbeitgeber, den Reisepass und unterstützende Dokumente.

Was ist ein Rirekisho und brauche ich eines?

Ein Rirekisho (履歴書) ist Japans standardisiertes Lebenslaufformat. Es enthält Foto, persönliche Daten, Ausbildung und Berufserfahrung in einer strukturierten Vorlage. Die meisten japanischen Unternehmen verlangen es, auch von Bewerbern mit Berufserfahrung. Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales stellt eine offizielle Vorlage bereit. Anders als westliche Lebensläufe wird ein Rirekisho typischerweise handgeschrieben oder in einem bestimmten Format ausgefüllt.


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Quellen:

* Dieser Artikel wurde aus dem japanischen Original mithilfe maschineller Übersetzung übersetzt.

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